Kirchweih 2018: Klangteppich vom Drei-Gemeinden-Chor

33 Jahre nach dem „richtigen“ Kirchweihfest gehen die Jubiläumsfeiern am heutigen Sonntag (28.1.) als besonderer Moment in die Chronik der Katholischen Pfarrei Sankt Martin ein. Das Jubiläen besonders sind, behauptet natürlich jeder Nachbericht über jedes Jubiläum. Da es sich hierbei aber eben nicht um eine Floskel handelt, führen wir die Begründung mal in vielen Stichworten konkreter aus:

  • Die Kirche feiert ihr Bestehen das letzte Mal als Pfarrkirche! Im Juli, das ist nun klar, gehen St. Martin und Liebfrauen samt aller Filialkirchen in der neuen Großpfarrei Philipp Neri auf. Deren Hauptsitz ist Lindenau.
  • Gleich drei Gemeinden (die evangelischen Nachbarn aus Paulus, die Katholiken aus Böhlitz-Ehrenberg, Gastgeber St. Martin) stellten heute einen vereinten Chor und präsentierten stimmgewaltig eine Vivaldi-Messe.
  • Erstmals im Einsatz: ein riesiges Podest für besagte Musiker. Bisher waren nur Notlösungen im Einsatz, nun ist Platz für fast 60 Leute in bis zu 5 Reihen.
  • In einer stimmungsvollen Predigt warb Pfarrer Eberhard Thieme dafür, dass die „lebendigen Steine“ ihr Haus auch zukünftig mit Geist und Leben füllen – im Vertrauen auf Jesus Christus als Eckstein. Thieme erinnerte an Denkwürdiges: St. Martin wurde damals mit 2,7 Millionen DM erbaut, Spenden aus dem Westen. Die DDR ließ das nur zu, weil sie auf die Devisen angewiesen war.
  • Im heutigen Gottesdienst wurde Gisela Schörnig als neue pastorale Mitarbeiterin begrüßt. 10 Stunden pro Woche, befristet – immerhin!
  • Nach dem Gottesdienst war noch lange nicht Schluss: Die Ministranten brachten Kaffee, Kuchen und Waffeln unters Volk. Mit dem Erlös aus dieser und weiteren Aktionen soll ihre Wallfahrt nach Rom finanziert werden.
  • Kirchweih-Konzert der Extraklasse am Nachmittag, diesmal extern: In der Schönauer Kirche haben sich Gewandhausmusiker angesagt. So prominent war selten.

Das alles führt zum bekannten Fazit: „Wer nicht da war, hat was verpasst.“ Aber St. Martin gibt es ja trotz Fusion auch noch nach 34 Jahren. Und zwischendurch sowieso.

Foto von Gisela Schörnig am Ambo mit einem Blumenstrauß
Neue Mitarbeiterin: Gisela Schörnig
Innenaufnahme beim Gottesdienst mit Fokus auf Chor und Orchester
Drei Gemeinden, ein Chor
Beim Evangelium: Pfarrer Eberhard Thieme mit Ministranten, in Hintergrund der Chor
Beim Evangelium: Pfarrer Eberhard Thieme mit Ministranten