Sitzung vom 08.08.2017

Der Pfarrgemeinderat hat bei seiner letzten Sitzung am 08.08.2017 kurz auf die Religiöse Kinderwoche (RKW) Rückschau gehalten. Insgesamt 130 Teilnehmer ist eine imposante Zahl, die organisatorisch gut bewältigt wurde.

Drängendes Thema war die anstehende Pfarreigründung „Philipp Neri“ Leipzig-West.
Die neue Pfarrei stellt in rechtlicher Hinsicht eine Neugründung dar, keine Fusion der seitherigen Pfarreien. Sie wird aber Rechtsnachfolgerin aller in den bisherigen Pfarreien geschlossenen Rechtsverhältnisse sein.
Die Kirchen sollen ihre bisherigen Namen behalten, auch die bisherigen Pfarreien sollen als Gemeinden so weit als möglich weiter existieren, allerdings ohne Verwaltungsaufgaben und finanzielle Befugnisse. Diese Aufgaben wird die neu zu gründende Pfarrei übernehmen müssen.
Nach dem vorgestellten abstrakten Modell wölbt sich die Pfarrei quasi als Dach über die bestehen bleibenden Gemeinden, die solange es geht als Orte des gemeinsamen Gebets, der religiösen Gemeinschaft und des sonntäglichen Messbesuchs aufrechterhalten werden sollen.
Der PGR hat sich dafür ausgesprochen, mit der Neugründung nicht bis zum letzten möglichen Termin 2020 zu warten. Als Gründungstermin soll der 01.07.2018 beim Bistum angefragt werden.
Zunächst stand jedoch ein Votum der Pfarrgemeinderäte an, welche der Kirchen im Pfarreigebiet die zukünftige Pfarrkirche werden soll, an deren Sitz der Pfarrer verpflichtend seine Wohnung zu nehmen hat.
So wurde schweren Herzens das folgende Votum abgegeben:
„Der Pfarrgemeinderat von St. Martin Leipzig-Grünau stimmt für die Liebfrauenkirche in Leipzig-Lindenau als Pfarrkirche und Sitz des Pfarrers. Er verbindet damit die Erwartung, dass einer der Kooperatoren in St. Martin Wohnung nimmt, solange das noch möglich ist – und dass auch dann, wenn kein Kooperator mehr gestellt werden könnte, die 10:00 Uhr-Sonntagsgottesdienste abwechselnd in Liebfrauen und St. Martin stattfinden werden.“

Danach hat sich der PGR mit der Immobilie in Markranstädt befassen müssen. Die syrisch-orthodoxe Gemeinde hat sich mittlerweile für Markranstädt als ihren Wunschstandort ausgesprochen.
Der Generalvikar des Bistums hat der Übernahme der Immobilie durch die syrisch-orthodoxe Gemeinde zum symbolischen Preis von 1 EUR unter der Bedingung zugestimmt, dass sich sämtliche Gremien der Verantwortungsgemeinschaft Leipziger Westen, also beide Pfarrgemeinderäte und beide Kirchenräte, jeweils in Liebfrauen und St. Martin zustimmen.
Alternative wäre ein freihändiger Verkauf des Geländes an einen Investor, was das Ende jeglicher kirchlichen Nutzung bedeuten würde. Die syrisch-orthodoxe Gemeinde könnte dagegen das Areal und die Gebäude nutzen, Stück für Stück renovieren und vor allem der jetzt noch bestehenden katholischen Restgemeinde in Markranstädt die Überlassung für Gottesdienste und Gemeindefeiern zusagen.
Aus diesen Gründen hat sich der Pfarrgemeinderat in einstimmigem Votum dafür ausgesprochen, die Immobilie für einen symbolischen Preis an die syrisch-orthodoxen Schwestern und Brüder abzugeben. Das Votum der weiteren Gremien steht allerdings noch aus.

Schließlich hat der Pfarrgemeinderat wieder über das Projekt „ora et labora“ beraten. An drei aufeinanderfolgenden Tagen von Donnerstag, 21.09.2017 bis Samstag, 23.09.2017 wollen wir uns und unserem Glauben durch gemeinsames Gebet, gemeinsames Arbeiten, Gespräche und Mahlzeiten näherkommen und der Gemeinde dadurch einen geistlichen Impuls geben.
Für den ersten Abend ist gemeinsames Grillen angedacht. An anstehenden Arbeiten sind u. a. denkbar:

– Schmücken des Erntedankaltars
– Aufräumungsarbeiten im Turm
– Malerarbeiten im Stauraum
– Umgestaltung der Blumenbeete.

Jeder kann an einem oder mehreren Tagen – ganz wie er Zeit und Lust hat – mitmachen. Auf Voranmeldungen und Teilnehmerlisten verzichten wir bewusst. Die „ora et labora“-Zeit ist für Jung und Alt, weiblich und männlich gedacht und geeignet.